... findest Du eine Reihe von Testberichten für Saxophonisten. Bastian Fiebig testet Blätter, Mundstücke, Saxophone, Kopfhörer, Zubehör – also eigentlich alles, was für Saxophonisten interessant sein könnte.

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Es war einmal vor langer Zeit, als das Wünschen nicht immer geholfen hat, da mussten Klarinettisten und natürlich auch Saxophonisten ihre Blätter noch mittels einer festen Schnur am Mundstück befestigen. Das dauerte lang, erforderte einige Geschicklichkeit und nervte insbesondere in Stresssituationen, wenn das Blatt etwa aufgrund eines Risses während der Aufführung gewechselt werden musste.

Dann traten Erfinder auf den Plan und reichten den Saxophonisten einfache, aber wirksame Ligaturen, die zwar nicht sonderlich sensibel, dafür aber einfach zu handhaben waren. Den Klarinettisten war das zunächst zu simpel, während Saxophonisten Neuerungen gegenüber auch heute noch aufgeschlossener sind und diese Ligaturen sogleich freudig einsetzten. Wieder vergingen viele Jahre, bis irgendwann jemand auf die Idee kam, die oftmals ungelenk anmutende Verbindung von Blatt und Mundstück akustisch und mechanisch zu hinterfragen. Die seit den 60er Jahren konstant steigende Zahl der Saxophonisten machte eine Fertigung im größeren Stil attraktiv und so entstand Schritt für Schritt eine ganze Reihe unterschiedlicher Konzepte, von denen jedes Einzelne unterschiedlichen Einfluss auf die Schwingung des Blattes und damit auf den Klang ausübte.

Weiterlesen: Ligatur Vandoren Klassik

Über Mundstücke für Jazz-, Funk- und Rock-Saxophonisten wurden nicht nur unzählige Seiten geschrieben, es gibt auch immer mehr Auswahl, seitdem sich auch kleine Firmen – meist ehemalige Musiker, die sich zunächst dem Hobby der Herstellung von Mundstücken widmen, um schließlich zu professionellen Herstellern zu werden – am Markt behaupten können. Unter Saxophonisten sind deren neuste Produkte beliebtes Gesprächsthema, die Foren sind voller Fragen zu Ansprache, Sound und Intonation der neusten Objekte der Begierde, die natürlich ihren Preis haben.

Unter klassischen Saxophonisten herrschte jedoch lange Zeit Stille. Wo ein Jazzmusiker beinahe jährlich zu neuem Material greift (ich kenne bekannte Saxophonisten mit über 250 Mundstücken in der Schublade), vertraut ein klassischer Saxophonist meist über Jahrzehnte dem Mundstück, auf dem er gelernt hat. So stiftet der Lehrer beziehungsweise Professor ein ausgesprochen nachhaltiges Markenbewusstsein, denn es geht hier ja beileibe nicht nur um einen individuellen Sound. Im Gegenteil: Es geht darum, das Klangideal eines klassischen Tons zu treffen und gleichzeitig sämtliche Grenzbereiche des Musizierens zu ermöglichen. Hier müssen Jazzmusiker jetzt stark sein, aber es ist nun mal eine Tatsache, dass sich insbesondere Saxophonisten, die zeitgenössische Musik aufführen wollen, jeden Tag aufs Neue mit den aberwitzigsten Einfällen und Herausforderungen der Komponisten herumschlagen müssen. Zirkularatmung und Slapzunge sind heute obligat und von beidem haben die meisten Jazzmusiker keine oder nur wenig Ahnung – dafür haben sie definitiv andere Qualitäten, denn das Improvisieren liegt dem Klassiker bekanntermaßen weniger.

Weiterlesen: C*V5Optimum – der Klassik-Code!

Über Blätter können Saxophonisten reden wie Angler über Köder und Rollen oder Modelleisenbahner über Lokomotiven und Streckenverläufe. Doch was macht ein gutes Blatt eigentlich aus?

Weiterlesen: Ein paar Worte zu Blättern aus Holz

Es gibt wenige Themen, die im Verlauf eines Gesprächs unter Saxophonisten derart polarisieren können. Dürfen Holzblasinstrumente auch mit Kunststoff ... ach, nennen wir es doch gleich beim Namen: Mit Plastik zum Klingen gebracht werden? Sind das dann am Ende Plastikblasinstrumente?

Weiterlesen: Ein paar Worte zum Thema Kunststoffblätter

Einen bekannten, ja sogar legendären Markennahmen im Verlauf einer Firmenübernahme einfach in den des Aufkäufers umzuwandeln, ist ein gewagtes Unterfangen. Wenn es sich wie in diesem Fall auch noch um einen äußerst namhaften Hersteller von Gitarrensaiten handelt, der eine Firma aufkauft, die seit Jahrzehnten für Saxophonblätter bekannt und eigentlich schon eine Legende ist, dann stellt sich die Frage: Weshalb bleibt man hier nicht einfach bei „Rico“?

Weiterlesen: D’Addario Saxophonblätter Select Jazz

Wenn ein „Schwergewicht“ der Branche wie Vandoren ein neues Blatt veröffentlicht, kann sich der Hersteller der Aufmerksamkeit der Saxophonisten sicher sein. In diesem Fall wohl ganz besonders, denn zuvor sorgte die Neuentwicklung V21 bereits bei den Klarinettisten für reichlich positives Echo und so war man nun neugierig, wie sich die Blätter auf dem Saxophon machen würden. Generell muss man sich als Saxophonist bei Vandoren ja nicht unbedingt Sorgen machen, zu wenig Auswahl zu haben. Klassische Saxophonisten mussten allerdings lange auf eine interessante Alternative zum Longplayer „Vandoren blau“ (gern auch als „Paris“ bezeichnet, weil einfach nichts anderes auf der tiefblauen Packung zu lesen ist) warten. Das ein paar Jahre zuvor veröffentlichte V12 konnte offensichtlich nicht nachhaltig bei den anspruchsvollen und meist recht konservativen „Klassikern“ punkten und so war die Spannung bereits im Vorfeld groß, wie sich nun die V21-Serie schlagen würde – auch bei mir.

Weiterlesen: Saxophonblätter Vandoren Serie V21

AW gehört zum Kreis jener kleinen Unternehmen, die sich um die Jahrhundertwende (in diesem Fall tatsächlich im Jahr 2000) nicht mehr damit abfinden wollten, dass zwei große Firmen den Markt an Rohrblättern für Holzblasinstrumente unter sich aufteilen. Zu dieser Zeit entstanden zum Beispiel mit Alexandre, Brancher oder François Louis interessante, aber eben auch sehr individuelle Alternativen zu Rico und Vandoren, die schnell einen Kreis neugieriger Musiker für sich begeistern konnten. Heute verdanken wir dieser Tatsache eine weitaus größere Auswahl – und ausgezeichnete Produkte wie AW-Reeds!

Weiterlesen: AW-Reeds 722 Jazz Tenor und Alt

Ein Kunststoffblatt "Traditional" zu nennen ist eigentlich eine lustige Idee, meint hier aber ganz offensichtlich das Klangspektrum des Blattes, das sich auch über den Schnitt mit Stufe, also "Filed" ausdrückt. Getestet wurde mit einem Brancher E31, einem Brancher L29 Kautschuk und einem Selmer S80 E auf einem Selmer Reference 36 Saxophon. Natürlich könnte man das Blatt auch noch mit Otto Link, Berg Larsen und vielem mehr testen, doch diese Rubrik lebt durchaus von ihrer Individualität und da ich bekannter Maßen ein Freund von Brancher-Mundstücken bin, passt das. 

Weiterlesen: Forestone Traditional M Tenor

Forestone positioniert sich im jungen Markt für Kunststoffblätter als innovatives Unternehmen und Vorreiter bei der Fusion künstlicher und natürlicher Materialien. So bestehen die Blätter zu 50% aus Arundo Donax, also Rohrblatt, die andere Hälfte ist Polypropylen – beide Materialien werden handwerklich beeindruckend miteinander verbunden. Mein erster Test widmet sich dem wohl pikantesten Bereich, nämlich dem klassischen Saxophon. Hier will Forestone mit dem neuen Black Bamboo punkten und das gelingt auch beim Test auf Anhieb.

Weiterlesen: Forestone Black Bamboo

Der amerikanische Saxophonist Peter Ponzol ist seit Jahrzehnten für seine außergewöhnlichen Mundstücke bekannt. Vor einigen Jahren wagte er einen erfolgreichen Anlauf in Sachen Blätter, allerdings war hier damals wie heute das bekannte Naturprodukt Arundo Donax die Basis. Nun präsentierte Ponzol auf der Saxopen in Straßburg erstmals eine brandneue Serie Kunststoffblätter!

Weiterlesen: Peter Ponzol Kunststoffblatt